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„Agenda 2030“ | Aktuelles Aktueller Artikel

Fachliche Bewertung der potenziellen Betriebsstellen in Offenburg veröffentlicht

Grundlage für Gremienbeschlüsse

Für den geplanten Neubau des Ortenau Klinikums in Offenburg wurden in den vergangenen Monaten mehrere potenzielle Betriebsstellen von den Fachbehörden des Landratsamtes und der Stadt Offenburg auf der Basis gemeinsam definierter Kriterien untersucht. Dabei wurden auch Anregungen aus der Bürgerschaft aufgenommen. Schlussendlich erwiesen sich die beiden Betriebsstellen „Nördlich Windschläg“ und „Nordwestlich Holderstock“ als die aussichtsreichsten Optionen. Diese wurden daraufhin in die engere Auswahl genommen und anhand einer differenzierten Bewertungsmatrix gegenübergestellt.

Die Ergebnisse liegen nun vor. Sie dienen als Entscheidungsgrundlage für die Befassung des Kreistags und des Gemeinderats und werden zeitgleich der Öffentlichkeit und den Gremienmitgliedern zur Verfügung gestellt. Die Dateien und weitere Informationen sind auf den Internetseiten der Stadt Offenburg (www.gesundheit-braucht-verantwortung.de) und des Ortenau Klinikums (www.agenda2030-ortenau-klinikum.de/aktuelles) ab sofort abrufbar.
Die Bewertungsmatrix ist in zwei Bereiche untergliedert. „Standortbezogene Kriterien“ beleuchten dabei die Felder „Siedlungsstruktur, Städtebau und Erschließung“, „Ökologie“, „Immissionen/Emissionen“, „Verfügbarkeit“ sowie „Gelände und Bodenverhältnisse“ während über die „Klinikverbundbezogenen Kriterien“ die Bedeutung der „Lage im Klinikverbund“ und die „Erreichbarkeit für Patienten, Beschäftigte, Besucher“ untersucht wurde.

Zusammenfassend stellten die Fachbehörden des Landratsamts fest, dass „zwar durch eine Verschiebung des Standorts „Nördlich Windschläg“ um 200 Meter nach Westen die unter Inkaufnahme der schlechteren Verfügbarkeit städtischer Grundstücke und des Entstehens einer Restfläche in der Siedlungsstruktur insbesondere auch die immissionsschutzrechtlichen Hindernisse überwindbar wären, jedoch wird der ursprünglich als Vorteil dieses Standorts gesehene Bahnhalt nicht machbar sein. Der Standort „Nordwestlich Holderstock“ hat diesen Vorteil ebenfalls nicht, ist aber im Übrigen realisierbar“. 

Die Bewertung der Kriterien durch die Fachbehörden ist nicht gleichbedeutend mit der Festlegung auf einen Standort. Darüber entscheiden die politischen Gremien des Ortenaukreises und der Stadt Offenburg. Der Ausschuss für Gesundheit und Kliniken des Ortenaukreises wird am 30. April eine Empfehlung für den Kreistag aussprechen, der dann voraussichtlich am 7. Mai sein Votum zur Standortfrage abgibt. Der Offenburger Gemeinderat entscheidet im Anschluss daran, welchen Standort die Stadt dann endgültig dem Ortenaukreis anbietet.

Davor gibt es noch breite Bürgerinformationsveranstaltungen.
Die Stadt Offenburg informiert in mehreren Bürgerforen über die Standortsuche zum Klinik-Neubau. Die zentrale Auftaktveranstaltung findet am 5. April 2019 in der Gemeindehalle Bohlsbach statt. Die weiteren Termine sind am 9. und 11. April in Windschläg (Festhalle) sowie am 10. April in Bühl (Georg-Dietrich-Halle). Die Bürgerforen beginnen jeweils um 19 Uhr.

Landrat Frank Scherer lädt am Sonntag, 7. April, alle interessierten Einwohner des Ortenaukreises und Mitglieder des Kreistags zu Ortsterminen an den beiden potenziellen Betriebsstellen in Offenburg ein, um die Plätze gemeinsam zu besichtigen und sich vor Ort über die anstehenden Entscheidungen und das Für und Wider auszutauschen.