×

Unternehmenskommunikation: 0781 472-8300

Kontrast:
Seitenzoom:
aA

„Agenda 2030“ | Aktuelles Aktueller Artikel

Konzept für Gesundheitszentrum Gengenbach deutlich erweitert

Pflegeheim am Nollen und Pflege- und Betreuungsheim Ortenau gehen künftig gemeinsame Wege / Neubau sieht zudem bauliche Integration von bis zu vier Arztpraxen vor

Das auf dem ehemaligen Klinikareal in Gengenbach geplante Gesundheitszentrum wird deutlich größer ausfallen und mehr Leistungen anbieten als zunächst geplant. Die in einem Neubau vorgesehene Einrichtung des Pflege- und Betreuungsheims Ortenau (PBO) soll neben den eigenen 45 Pflegeplätzen künftig auch die 44 Pflegeplätze des Pflegeheims am Nollen aufnehmen. Von den nunmehr insgesamt rund 90 stationären Pflegeplätzen werden 15 als solitäre Kurzzeitpflegeplätze eingerichtet. Nachdem der Kreistag des Ortenaukreises bereits im Dezember mit großer Mehrheit diesen Überlegungen zugestimmt hat, gab kürzlich auch der Stiftungsrat des Spitalfonds Gengenbach einhellig grünes Licht für einen Zusammenschluss und hat Bürgermeister Thorsten Erny beauftragt, die Übergabemodalitäten zu verhandeln.

„Ich freue mich über die Entscheidung beider Gremien. Das auf dem Areal der ehemaligen Klinik geplante Gesundheitszentrum erfährt dadurch eine deutliche Aufwertung. Durch das Zusammengehen beider Pflegeeinrichtungen können wir unsere Kompetenzen bündeln und Synergien erreichen“, betont Ortenau Klinikum-Geschäftsführer Christian Keller.


„Alle Beteiligten haben eine gute Entscheidung getroffen. Mit den Mitgliedern des Stiftungsrates bin ich der Überzeugung, dass ein Zusammengehen beider Einrichtungen viele Vorteile hat“, freut sich Bürgermeister Thorsten Erny, der auch Vorsitzender des Stiftungsrates ist. Das Pflegeheim am Nollen, das im Herbst des letzten Jahres sein 25-jähriges Jubiläum feierte, müsse sich bis spätestens gegen Ende dieses Jahrzehnts Gedanken über eine Neuausrichtung machen, da im Jahr 2033 die Betriebsgenehmigung auslaufe, so Bürgermeister Erny. Für die Verantwortlichen des Spitalfonds Gengenbach, die das Pflegeheim am Nollen betreiben, sei es wichtig, nicht nur eine kurz- und mittelfristige Perspektive aufzuzeigen, sondern immer auch die langfristige Perspektive ganz im Sinne des Stiftungsgedankens im Auge zu haben.

Zur Umsetzung des seit 2017 entwickelten Konzepts für das Gesundheitszentrum Gengenbach hatten zuletzt der Spitalfonds Gengenbach, die Stadt Gengenbach und der Ortenaukreis einen städtebaulichen Vertrag abgeschlossen. In weiteren Gesprächen bekundeten die Beteiligten zwischenzeitlich ihre Absicht, den Pflegeheimbetrieb des Spitalfonds mit dem des PBO künftig enger zu vernetzen.

Eine Kooperation der beiden Einrichtungen soll bereits kurzfristig zu Synergien und mehr Wirtschaftlichkeit führen. Perspektivisch wollen beide Pflegeheime die Plätze der beiden Einrichtungen im geplanten Neubau des Gesundheitszentrums unter alleiniger Trägerschaft des PBO mit Fertigstellung des Neubaus zusammenführen. Der Spitalfonds beabsichtigt dann die Trägerschaft seines Pflegeheims aufzugeben. Im Falle einer Zusammenfassung der 90 Plätze sollen die Bewohnerinnen und Bewohner sowie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Spitalfonds durch das PBO übernommen werden.

Eine Konkretisierung erfährt das Konzept zur weiteren Nutzung des Klinikareals auch in Bezug auf die Einrichtung eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) des Ortenau Klinikums. In dem noch zu erstellenden Neubau sollen bis zu vier Arztpraxen Platz finden. Neu vorgesehen ist die Einrichtung eines Bistros oder einer Bäckerei zur Steigerung der Attraktivität des Gesundheitscampus sowie die Einrichtung einer Tiefgarage mit rund 80 Stellplätzen. 

Nach Sanierung und Ertüchtigung des denkmalgeschützten „Alten Spitals“ ist dort nach dem neuen Konzept die Ansiedlung der Geschäftsführung und Verwaltung des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) des Ortenau Klinikums vorgesehen.

Für die im bisherigen Konzept beabsichtigte optionale Einrichtung einer Kinderheimbeatmung mit etwa 17 Plätzen auf dem Areal wird weiterhin ein externer Investor gesucht. Auch soll die bereits eingerichtete Behelfsrettungswache zu einem späteren Zeitpunkt nach Möglichkeit zu einer Rettungswache ausgebaut werden.

Die mit dem Neubau zu erstellende Fläche hat sich mit dem neuen Konzept von rund 5.000 Quadratmetern auf rund 9.600 Quadratmeter fast verdoppelt. Auch die Investitionssumme erhöht sich auf rund 24 Millionen Euro.