Agenda 2030 –
Zukunftsplanung für das Ortenau Klinikum
Exzellente Patientenversorgung – auch in Zukunft Arbeitsplätze erhalten – qualifiziertes Personal gewinnen Wirtschaftlichkeit gewährleisten –
Fördermittel sichern
Optimale Klinikstrukturen –
Vorraussetzung für exzellente Medizin

„Diskussion konstruktiv und kritisch begleiten“

Ortenau Klinikum-Geschäftsführer Christian Keller informiert Fördervereine über Zukunftsplanung „Agenda 2030“

Offenburg, 21. Juli 2017 – Bei einem Treffen mit Vertretern der Fördervereine der einzelnen Standorte des Ortenau Klinikums hat Geschäftsführer Christian Keller kürzlich am Standort St. Josefsklinik in Offenburg über die Zukunftsplanung des Klinikverbunds informiert.

„Dank der Entscheidungen des Krankenhausausschusses des Ortenaukreises ist unsere „Agenda 2030“ auf einem guten Weg“, betonte Keller. Er forderte die Fördervereine dazu auf, die Diskussionen über die Zukunft des Ortenau Klinikums  kritisch und konstruktiv zu begleiten. Zugleich sollten die Fördervereine ihren Einfluss geltend machen, um die Diskussionen in der Öffentlichkeit wie auch in den einzelnen Häusern sachlich und in aller notwendigen Ruhe führen zu können. Keller lobte die Arbeit der Fördervereine als wichtige Multiplikatoren und dankte für das große Engagement, das oft auch in bedeutender finanzieller Unterstützung zum Ausdruck komme.

Als wichtigste Zielsetzung der „Agenda 2030“ nannte der Klinik-Geschäftsführer die Sicherung der qualitativ hochwertigen und flächendeckenden Patientenversorgung in öffentlicher Trägerschaft im Ortenaukreis. Darüber hinaus wolle das Ortenau Klinikum auch in Zukunft für qualifiziertes ärztliches und pflegerisches Personal ein attraktiver Arbeitgeber sein, Fördergelder für Investitionen sichern und ein wirtschaftlich möglichst ausgeglichenes Ergebnis erzielen. Die kürzlich im Krankenhausausschuss getroffenen Entscheidungen stellten die Weichen für eine kurzfristige und eine langfristige Handlungsperspektive.

Die kurzfristige Handlungsperspektive sieht ab Mitte 2018 im Wesentlichen die Einrichtung der Standorte Ettenheim, Kehl und Oberkirch als Portalkliniken und die Zusammenlegung der Abteilungen der Standorte Gengenbach und Kehl in Kehl vor. Für die Nachnutzung am Standort Gengenbach werden in den kommenden Monaten in enger Abstimmung mit der Gemeinde Gengenbach mehrere Optionen geprüft. Das Konzept soll vom Kreistag am 25. Juli endgültig bestätigt werden.

Auch für eine langfristige Handlungsperspektive hat der Ausschuss grünes Licht gegeben. In den kommenden Monaten soll mit einem Gutachten vertiefend untersucht werden, ob im Vergleich zum Status Quo eine Klinikstruktur im Ortenaukreis mit drei oder vier Standorten den Anforderungen der Zukunft gerecht wird. Die Ergebnisse der Untersuchung sollen im kommenden Frühjahr als Grundlage für weitere Entscheidungen der Gremien vorliegen. „Damit sind wir auf dem richtigen Weg, um der medizinischen Entwicklung und den Rahmenbedingungen auch in den kommenden Jahren gerecht zu werden“, betonte Keller. Der Klinik-Geschäftsführer kündigte darüber hinaus an, das Ortenau Klinikum noch stärker als bisher als Verbund zu führen und beispielsweise Doppelstrukturen zur Nutzung von Synergien konsequent abzubauen.

Im Anschluss an den Vortrag von Ortenau Klinikum-Geschäftsführer Christian Keller entwickelte sich eine Diskussion über die Gesundheitspolitik im Bund. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass die vom Bund und den Ländern geschaffenen Rahmenbedingungen die Kliniken bundesweit unter großen finanziellen Druck setzen vor allem die kleineren Krankenhäuser im ländlichen Raum in ihrer Existenz bedrohen. Trotz zahlreicher bundesweiter Proteste und Appelle der Kliniken habe sich die Situation seit Jahren nicht geändert, berichtete Keller. Das Ortenau Klinikum müsse deshalb jetzt mit tragfähigen und vertretbaren Strukturveränderungen selbst für seine Zukunftsfähigkeit sorgen, um nicht in Zukunft seine Handlungsfähigkeit zu verlieren

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