Agenda 2030 –
Zukunftsplanung für das Ortenau Klinikum
Exzellente Patientenversorgung – auch in Zukunft Arbeitsplätze erhalten – qualifiziertes Personal gewinnen Wirtschaftlichkeit gewährleisten –
Fördermittel sichern
Optimale Klinikstrukturen –
Vorraussetzung für exzellente Medizin

Ortenau Klinikum richtet „Netzwerk Ortenauer Notaufnahmen“ ein

Klinikverbund will Versorgung von Notfallpatienten weiter optimieren und stellt sich auf Neuregelung zu einem gestuften System der Notfallstrukturen ein

Offenburg, 19. Februar 2019 – Um die Versorgung von Notfallpatienten im Ortenaukreis weiter zu verbessern, verstärkt das Ortenau Klinikum die Zusammenarbeit der Notaufnahmen an seinen Häusern. Der Ausschuss für Kliniken und Gesundheit des Ortenaukreises hat am 19. Februar 2019 einstimmig die Einrichtung eines Netzwerks Ortenauer Notaufnahmen (NONA) beschlossen.

Mit der engeren Zusammenarbeit stellt sich der Klinikverbund auf die 2018 in Deutschland neu eingeführten gesetzlichen Regelungen für ein gestuftes System von Notfallstrukturen in Krankenhäusern ein. Für die Teilnahme an dem System müssen Kliniken eine von drei unterschiedlichen Versorgungsstufen (Basis-, erweiterte und umfassende Notfallversorgung) erfüllen. Sie legen jeweils einen unterschiedlichen Grad an personeller, technischer und räumlicher Ausstattung der Notaufnahmen fest. Auch die Nichtteilnahme ist als eine Stufe gesetzlich festgelegt. Erwartet wird, dass über 620 Kliniken in Deutschland die Mindestanforderungen nicht erfüllen. Die allgemeinen Pflichten zur Hilfestellung im Notfall bleiben davon unberührt.

Die Mitglieder im Netzwerk Ortenauer Notaufnahmen. Leiter der Arbeitsgruppe ist Dr. Bernhard Gorißen (7. v.l.).

Die Mitglieder im Netzwerk Ortenauer Notaufnahmen. Leiter der Arbeitsgruppe ist Dr. Bernhard Gorißen (7. v.l.).

Nach dem gestuften System der Notfallstrukturen richtet sich in Zukunft auch die finanzielle Ausstattung der Notaufnahmen durch die Kostenträger. Kliniken, die die Voraussetzungen für eine der drei Versorgungsstufen erfüllen, erhalten finanzielle Zuschläge. Abschläge wird es für Häuser geben, die die Voraussetzungen nicht erfüllen können.

Das Ortenau Klinikum geht aktuell davon aus, dass die Notaufnahmen im Ortenau Klinikum nahezu flächendeckend in die Basisnotfallversorgung sowie die erweiterte Notfallversorgung eingestuft werden. Die kleineren Standorte in Oberkirch und Ettenheim werden voraussichtlich Notaufnahmen betreiben, die nicht an der gestuften Notfallversorgung teilnehmen können. Die Einstufung der Klinikstandorte in die Notfallstufen wird in den Budgetverhandlungen zwischen dem Ortenau Klinikum und den Krankenkassen vorgenommen.

„Wir wollen unsere Notaufnahmen so aufstellen, dass die hohe medizinische und pflegerische Qualität der Notfallversorgung für die rund 430.000 Einwohner im Ortenaukreis sichergestellt und weiterentwickelt werden kann. Möglichst viele Notaufnahmen sollen die vorgegebenen Versorgungsstufen erreichen können“, betonte Ortenau Klinikum-Geschäftsführer Christian Keller. Dazu sei neben infrastrukturellen Maßnahmen vor allem auch eine engere Kooperation unabdingbar, die eine gleiche Arbeitsweise und Ausstattung sowie gegenseitige Unterstützung der Notaufnahmen fördern soll.

Um die Gründung des Netzwerkes der Ortenauer Notaufnahmen vorzubereiten, hat das Ortenau Klinikum eine Arbeitsgruppe aus den bereits 2018 benannten ärztlichen und pflegerischen Notaufnahmeleitungen im Klinikverbund gebildet. Leiter der Arbeitsgruppe ist Dr. Bernhard Gorißen. Der Facharzt für Innere Medizin und bisherige Ärztliche Leiter der Notaufnahme am Ortenau Klinikum in Offenburg wurde in der Sitzung des Ausschusses zugleich zum Chefarzt der Zentralen Notaufnahme am Ortenau Klinikum Offenburg-Kehl gewählt.

Als erste gemeinsame Maßnahmen hat die Arbeitsgruppe ein einheitliches, sogenanntes Triage-System zur Ersteinschätzung der Notfallpatienten an allen Häusern des Klinikverbunds eingeführt sowie eine gemeinsame Dokumentationssoftware ausgewählt. Auch ein verbessertes, hausübergreifendes Belegungsmanagement soll durch die engere Kooperation ermöglicht werden. Außerdem haben die Mitglieder der Arbeitsgruppe ein Statut für das Netzwerk ausgearbeitet, das unter anderem die Zusammenarbeit und die Zielsetzungen des Netzwerks festlegt.

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